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Grundschule Kreyenbrück - Energieausschuss 15.12.97
Vorschläge zum Energiesparen in der Schule
Heizung
- große Pause: Thermostatventile herunter drehen, Fenster auf Kipp (nur bis 20 Minuten)
- wenn länger als 5 Minuten gelüftet wird, Thermostatventile in der Zeit herunter drehen
- Fenster und Türen nach Unterrichtsschluss schließen
- Flurtemperatur 14 - 16°C
- Thermostatventile übers Wochenende/Ferien nicht verstellen (wird zentral geregelt)
- Nutzungszeiten der Räume zeitlich aufeinander abstimmen (an möglichst wenigen Tagen)
- Elternabende im Winter möglichst im Lehrerzimmer abhalten
- Undichtigkeiten an Fenstern mit Dichtlippen beseitigen
- Klassenräume nicht über 20°C heizen. Thermostateinstellung überprüfen, begrenzen
- Thermostateinstellung im Lehrerzimmer auf 3,5 - 4, nicht verändern
- Lehrmittelraum: Temperatur 18°C nicht überschreiten
- Einbau von Thermostatventilen in der Turnhalle
- Außentüren in der kalten Jahreszeit geschlossen halten
Strom
- Licht in den Pausen in den Klassen ausschalten, auch wenn kein Unterricht mehr stattfindet
- Licht in den Fluren nach Unterrichtsschluss im Trakt ausschalten
- Lichtstärken in allen Räumen messen, überschüssige Lichtquellen abschalten
- Warmwasserboiler in den Toiletten, Lehrerzimmer und Lehrerküche über Zeitschaltuhr steuern
- Einbindung der EWE (Energieversorgung Weser – Ems) in den Unterricht möglich /wünschenswert (Klasse 4)
- Filme gibt es im Medienbereich der Stadtbibliothek
- Brennofen nur im Nachtstromtarif (22.00 - 06.00 Uhr) betreiben, Einbaumöglichkeit einer Zeitschaltuhr prüfen
- Betrieb des Backofens nicht in der Spitzenzeit (7.50 - 9.30 Uhr)
- Stromverbrauch Kühlschrank bestimmen, wurde erneuert
- Stromsparschaltung des Kopierers nach Benutzen in Gang setzen (aber Kopierer nicht vom Netz trennen)
- keine zusätzlichen elektrischen Heizgeräte verwenden
- Einsatz von Energiesparlampen in den Fluren und im Werkraum
- Generell gilt: Welche Stromverbraucher können in den Spitzenlastzeiten ausgeschaltet bleiben ?
- Seit 2006 sind in allen Klassenräumen Bewegungsmelder eingebaut, die das Licht nach Verlassen der Klasse abschalten bzw. beim Betreten einschalten, falls nötig
- Bewegungsmelder auch im Bereich der Flure und im Hauptgebäude
Wasser
- defekte Perlatoren an Wasserhähnen erneuern, andere entkalken
- Einbau von Zeit geregelten Armaturen in den Schülertoiletten
- Einlegen von Mauersteinen (oder wasssergefüllte Einkochgläser) in alte Wasserkästen (gibt es mittlerweile nicht mehr) (Reduzierung der Speichermenge um ca. 1 L)
- auf tropfende Wasserhähne achten
- Spartasten an Spülkästen nutzen
- Durchflussmengenbegrenzer in den Duschen in der Turnhalle einbauen
Hausmeister
- 2.Kessel nur einschalten, wenn der 1. nicht mehr taktet (d.h. durchläuft)
- Turnhallenleitung am Wochenende ausschalten (Pumpe Turnhalle Fernleitung). Aber nicht im Winter !
- Winterferien: Thermostat auf Frostsicherung einstellen. Raumtemperatur aber nicht unter 10 Grad Celsius absinken lassen
- Prüfung: Kann in den Sommerferien kalt geduscht werden in der Turnhalle? Sonst muss nur dafür der Heizkessel durchlaufen und Fernwärme produzieren
- Waschen der PutzMobs möglichst im Nachtstromtarif
- Reinigungspersonal informieren:
- nur dort Licht, wo gerade geputzt wird
- Klassen ausreichend lüften (kurz und kräftig), in dieser Zeit die Thermostatventile abstellen
- Temperatur in der Turnhalle öfter überprüfen (17°C), Umkleideräume 22°C
- Auf Luft in den Heizungsleitungen achten, sofort entlüften
- Reinigungskräfte melden undichte Wasserkästen umgehend
- Toiletten mit defekten Wasserspülern sofort sperren, Wasser abstellen, Reparatur durchführen
- Regelmäßige Kontrolle des Wasserdruckanzeigers im Heizungskeller: Hinweis auf Wasserverlust (Kontrolle der Wasseruhr)
Wichtiger Hinweis: Der Stromverbrauch der Schule wird im 15-Minuten-Rhythmus gemessen. Der Mittelwert aus den 12 höchsten Monats-Viertelstunden ergibt dann die in Rechnung gestellte Leistung. Hinzu kommt der Arbeitspreis, d.h. die Menge des insgesamt verbrauchten Stroms (KWh * Pf.)
Ergebnisse
Die Einsparungen beliefen sich im ersten Jahr auf rund 15-30%. Die höchste Einsparung wurde dabei im Heizungsbereich erzielt. Selbst im dritten Jahr belief sich die Einsparung noch auf durchschnittlich 10%. Dies konnte erreicht werden durch Einsatz weiterer Energie sparender Maßnahmen wie Einbau weiterer Thermostatventile, Energiesparlampen, Wasserdurchflussbegrenzer, Erneuerung der Toilettenanlagen (Einsatz von Zeit gesteuerten Wasserhähnen in allen Toilettenräumen, neue Spülkästen). Im Turnhallenbereich wurden ebenso sämtliche möglichen Energiesparmöglichkeiten hinsichtlich eines geringeren Wasserverbrauchs genutzt.
Nach drei Jahren Modellversuch wird die Erfolgsbeteiligung der Schulen geändert: Vorher erhielt die Schule 70% des eingesparten Geldes (wobei 40% Zweck gebunden eingesetzt werden mussten, 30% zur freien Verwendung waren), nunmehr wird die Einsparungssumme zu gleichen Hälften zwischen Schulträger und Schule geteilt, jetzt aber ohne Zweckbindung. Nach 5 Jahren wurde ein neuer Startwert für die Berechnung der Einsparwerte festgelegt, um die erfolgten Energiesparmaßnahmen auch entsprechend zu berücksichtigen.
Durch weitere Energie sparende Maßnahmen (Einbau von Doppelglasfenstern in den Trakten und im Verwaltungsbereich, Temperaturregelung in der Aula genau abgestimmt auf außerschulische Nutzer) konnten auch in den Folgejahren Erfolge erzielt werden. Mittlerweile wurde zusätzlich eine Dämmung der gesamten Fassade im Einblasverfahren durch einen Spezialbetrieb durchgeführt sowie eine bewegungsabhängige und helligkeitsgeführte Schaltung der Beleuchtung eingebaut.
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